Alltag einer Straßenkapitänin

 

Wie in unserem Post auf Facebook mit dem Titel „Wussten Sie schon“ bereits angekündigt, haben wir im Rahmen unser Serie über unsere Straßenkapitäne ein Interview mit Regina Benecke, unser bisher einzigen Straßenkapitänin, geführt.

Regina Benecke ist leidenschaftliche Kraftfahrerin und seit 8 Jahren bei Manzke beschäftigt. Während des Interviews betonte sie immer wieder, wie sehr sie ihren Beruft liebt.

Im folgenden Interview beschreibt Regina Benecke ihren Werdegang und erzählt auch von anfänglichen Schwierigkeiten beim Berufseinstieg.

Wie sind Sie auf den Beruf Kraftfahrerin gekommen?

Ich war bei einer freiwilligen Feuerwehr in Lüneburg tätig und hegte den Traum, dieses große rote Auto fahren zu können. Daraufhin beschloss ich meinen Führerschein Klasse C/CE zu machen. Nach meiner Elternzeit kam ich nicht in meinen erlernten Beruf zurück. Somit beschloss ich mich in einem anderen Bereich weiterzubilden und machte eine Qualifizierung zur geprüften Kraftfahrerin. Das LKW-Fahren machte mir Spaß und so begann ich ein Jahrespraktikum bei einer Spedition in Lüneburg. Nachdem ich diesen Bereich ein Jahr lang kennengelernt habe, wollte ich einen weiteren Bereich in meiner Berufssparte kennenlernen. So bewarb ich mich bei der Firma Manzke im Schüttgutbereich. Seit nunmehr 8 Jahren fahre ich die verschiedensten LKW für Manzke.

Welchen Beruf haben Sie gelernt?

Ich bin gelernte Bauzeichnerin im Tief- und Straßenbau

Wie sind Sie zu Manzke gekommen und was macht Manzke für Sie als Arbeitgeber aus?

Ich habe immer die blauen LKW auf den Straßen fahren sehen, so beschloss ich mich bei Manzke vorzustellen.

Ich fühle mich hier wohl und habe bei Manzke das gefunden, was mir Spaß macht – die großen blauen Autos fahren. Was Manzke für mich als Arbeitgeber ausmacht ist, dass man hier immer ein offenes Ohr unter Kollegen und Vorgesetzen findet. Ein freundlicher Umgangston ist für mich wichtig. Ebenso, dass die LKW hier immer auf dem neusten Stand und einsatzbereit sind.

Beschreiben Sie bitte Ihre Anfänge als Kraftfahrerin.

Der Anfang war schwierig, da ich vom Stückgutbereich bei der Spedition zum Schüttgutbereich gewechselt bin und dadurch auch wieder ganz neuen Herausforderungen ausgesetzt war. Im Schüttgutbereich fährt man auf anderem Gelände – zum Beispiel auf unbefestigten Baustellen. Zusätzlich zum neuen Untergrund machten mir die Witterung und die Dunkelheit zu schaffen.

Ich habe die neuen Herausforderungen als Chance gesehen um mich weiterzuentwickeln. Ich fand es sehr interessant die Fahrzeuge neu kennenzulernen.

Was empfehlen Sie anderen Frauen, die sich für den Job interessieren?

Ich empfehle sich auf jeden Fall auszuprobieren, zum Beispiel in Form eines Praktikums. So kann man den Berufsalltag eines Kraftfahrers kennenlernen. Man lernt auch die Abläufe in der Firma kennen und kann sich ein eigenes Bild von dem Beruf machen.

Warum mögen Sie den Job so gerne?

Der Job ist abwechslungsreich. Das Fahren bei Wind und Wetter macht mir Spaß, ebenso wie der Kundenkontakt und die immer wieder neuen Herausforderungen auf den Baustellen. Man wird immer gefordert. Das gefällt mir.

Was möchten Sie Frauen noch mitgeben? Haben Sie Tipps?

Mein Tipp an die Frauen da draußen ist, bei anfänglichen Schwierigkeiten nicht aufzugeben. Man wächst in die Sache rein, so wie es in allen Lebensbereichen und Situationen ist. Außerdem möchte ich ihnen mit auf den Weg geben, dass es normal ist, einen anderen Fahrstil als die Männer in diesem Beruf zu haben. Frauen denken und fahren anders, trotzdem kommt am Ende das gleiche Ergebnis dabei raus.

Regina Benecke vor ihrem Schüttgutfahrzeug