Günter Manzke Friedensstiftung: Preisträger 2017

Seit ihrer Gründung im Jahr 1995 zeichnet der Stiftungsrat der Günter Manzke Friedenstiftung Organisationen und Vereine mit dem Friedenspreis aus. Auch in diesem Jahr wurde er an ausgewählte Organisationen vergeben, die sich in besonderer Weise um den Frieden und die Völkerverständigung in unserer Gesellschaft verdient gemacht haben.

Im Rahmen eines Festakts im Auditorium des neuen Zentralgebäudes der Leuphana Universität Lüneburg vergaben Stiftungsratsvorsitzende Johanna Gerhard und Geschäftsführer der MANZKE-Gruppe Felix Manzke die Förderpreise von insgesamt 32.500 € an vier Preisträger.  Vor rund 350 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft wurden nicht nur die Preise vergeben, sondern auch das 65 jährige Bestehen der Firmengruppe Manzke gefeiert. Das Programm wurde begleitet von den Showpianisten David und Götz, die das Publikum mit einer Variation von Stücken aus Klassik und Boogie-Woogie sowie einer gehörigen Portion Humor begeisterten.

Zu den diesjährigen Preisträgern gehörten:

Bündnis „Hochschule ohne Grenzen“ (20.000 €): Diese Initiative wurde 2015 an der Leuphana Universität gegründet, um geflüchteten Menschen Zugang zu der Hochschule zu ermöglichen. Eine Vielzahl studentischer Initiativen und universitärer Organisationen haben innerhalb der letzten zwei Jahren Sprach- und Studienkurse sowie Empowermentprogramme für diese Menschen entwickelt.

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lüneburg (2.500 €): Die Gesellschaft setzt sich seit 1992 für Gespräche und Begegnungen zwischen Juden und Christen ein. Auf ihrer Homepage beschreibt die Gesellschaft ihr Ziel, dass die grauenvollen Untaten zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland „nicht vergessen, verdrängt, nicht aufgerechnet oder gar geleugnet werden.“ Hierzu gehören unter anderem die Pflege und Verwaltung der Stolpersteine, die in Lüneburg an die Opfer des Naziregimes erinnern.

FC Dynamo Lüneburg (5.000 €): Der im Jahre 2011 geründete „etwas andere Fußballverein“ macht sich seit vier Jahren um die Integration von Flüchtlingen in Lüneburg verdient. In den zwei Herrenmannschaften trainieren und spielen rund 20 geflohene junge Erwachsene. Der Verein wurde für sein Engagement bereits vom Deutschen Fußball Bund im Rahmen der Initiative „Herzlich Willkommen“ geehrt.

Lüneburger Gruppe der Children’s International Summer Villages (CISV) (5.000 €): Die CISV wurde 1951 von einer amerikanischen Ärztin gegründet mit dem Ziel, Frieden durch Freundschaft zu erhalten. Der Lüneburger Ableger der Organisation veranstaltet zum Beispiel Feriencamps für Kinder aus unterschiedlichen Nationen. So wurde eines im Juli für 14-Jährige aus neun verschiedenen Ländern in Böhmsholz organisiert.