Günter Manzke Friedensstiftung: Preisträger 2016

Die Arbeitslosigkeit sinkt, mehr Menschen denn je stehen in Lohn und Brot, die Gehälter steigen. Dennoch gibt es auch hierzulande unzählige Menschen, die durch das soziale Raster gefallen sind und auf Unterstützung hoffen, Kinder, die an der Armutsgrenze leben, Flüchtlinge, die nach dem Verlassen ihrer Heimatländer einen Neuanfang wagen, jedoch über keinerlei monetäre Mittel für Bildung verfügen. Eine große gesellschaftliche Herausforderung, die von den Kommunen allein nicht bewältigt werden kann. Es bedarf der  ehrenamtlichen Unterstützung durch Einzelpersonen oder Vereine. Auch in Lüneburg und im Landkreis machen sich zahlreiche Menschen für ihr soziales Umfeld stark, leisten dort Hilfe, wo sie am meisten gebraucht wird.

Diese Zielsetzung bildet auch das Fundament der Günter Manzke Friedensstiftung, die 1995 mit einem Stiftungskapital von 100.000 DM gegründet wurde und heute auf eine Summe von 800.000 € angewachsen ist. Jährlich nominiert der Stiftungsrat Preisträger, die sich in besonderer Weise um den Frieden und die Völkerverständigung verdient gemacht haben. 

In 2016 fand die Verleihung des Preises im Marcus-Heinemann-Saal des Museums Lüneburg statt, wo die Preisträger in feierlichem Rahmen geehrt wurden. Zu Beginn der Festveranstaltung begrüßte Eberhard Manzke, Vorstandsmitglied der Friedensstiftung, die zahlreich erschienenen Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und der Lüneburger Gesellschaft mit einer nachdenklich stimmenden Ansprache. In dieser wies er darauf hin, dass die Bundesrepublik Deutschland heute bereits auf sieben Jahrzehnte Frieden zurückblicken darf – in Anbetracht des aktuellen Lebensalters des Seniorchefs also „sein ganzes Leben lang“. Ein Segen, der nicht jedem Menschen auf dieser Welt zuteil wird. Vier Initiativen erhielten in diesem Jahr für ihr nachhaltiges Engagement finanzielle Unterstützung durch die Günter Manzke Friedensstiftung: 

Lüneburger Lesemobil: 5.000 € für die Anschaffung eines Lesemobils, das vordergründig für die Arbeit mit Flüchtlingskindern eingesetzt werden soll. Damit kommt Bildung auf direktem Wege dort an, wo sie benötigt wird. 

Rollende Arztpraxis: 5.000 € erhielt Pablo Rondi von der „Offenen Sprechstunde“, um eine fahrende Arztpraxis für bedürftige Menschen einrichten zu können.

Flüchtlingsdorf Bilmer Berg: Für gemeinsame Treffen, Besprechungen und Vorträge fehlten bisher entsprechende Räumlichkeiten. Die Friedensstiftung stellt leihweise einen Pavillon zur Verfügung.

Lüneburger Tafel: Mit einem Förderbetrag von 10.000 € unterstützt die Friedensstiftung die Lüneburger Tafel, die seit 20 Jahren in der Stadt aktiv ist.