Leuphana Universität - Schräges aus Beton

Anfang 2017 soll es nun eröffnet werden: das neue Zentralgebäude der Leuphana Universität Lüneburg. Auf acht Geschosse ist das futuristische Objekt des amerikanischen Architekten und Stadtplaners Daniel Libeskind angewachsen, auf einer Gesamtnutzfläche von rund 13.000 m2. Den Beton lieferte die Firma Manzke. 

Der markante Bau wird künftig sowohl  das Audimax beherbergen, das zudem als Veranstaltungsort für außeruniversitäre Events genutzt werden soll, als auch Seminarräume, Büros und eine Mensa. Die bevorstehende Einweihung ist für das Unternehmen Manzke der richtige Zeitpunkt, um zurückzublicken: 

Den Auftrag erhielt die Firma bereits 2012 von der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Leuphana, bestehend aus den Unternehmen Petzoldt und Kümper & Schwarze. Zwei Jahre habe dieses Projekt maßgeblich die Ressourcenplanung des Unternehmens bestimmt und operative Priorität genossen, so Geschäftsführer Felix Manzke. In dieser Zeit „flossen“ vom Fundament bis hoch zum Dach insgesamt 14.000 m3 Beton – das entspricht etwa 1.800 LKW-Lieferungen. Allein der Kellerraum wurde in drei Abschnitten mit 4.000 m3 des Baustoffs hergestellt. 

Eine besondere Herausforderung stellte der Bedarf an feinem Sichtbeton (SB IV) dar, der künftig den Innenräumen des Gebäudes ihre markante Optik verleiht. Seine hochwertige Beschaffenheit zeichnet sich nicht nur durch eine statische, sondern vor allem auch durch die optische Qualität aus. Sowohl der reine Beton als auch der Sichtbeton kamen aus den Werken in Volkstorf und Winsen, wobei ersteres dank seiner neun Zuschlagstoffsilos 80% der zu liefernden Menge bereitstellen konnte. 

Eine Anpassung der Rezeptur war für die Verarbeitung des Sichtbetons übrigens nicht notwendig, denn der standardmäßig von Manzke Beton verwendete hochwertige Heidesand zeigte sich als idealer Grundstoff für ein ausgezeichnetes architektonisches Ergebnis.

Mischmeister Jens Rotermund, Koordinator der Betonlieferungen, gewährleistete durch gleichbleibende Ausgangsstoffe die kontinuierliche Sortenreinheit des Betons. Und obgleich Lüneburgs Prestigebau kurz vor seiner Fertigstellung steht, liefert Manzke auch derzeit noch kleinere Mengen Beton, Mörtel, Schüttgut und Container für die Baustoffentsorgung. 

Sowohl Geschäftsführer Felix Manzke als auch Mischmeister Jens Rotermund loben die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten. Zu nennen seien hier die Kooperation mit dem Pumpdienst Beton-Lift, den Betonzulieferern, sowie die Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Leuphana. „Das Verhältnis zur Arge hatte schon annähernd einen freundschaftlichen Charakter, man unterstützte sich in jeglicher Hinsicht, zeigte sich zu jeder Zeit kooperativ.“ Da lag es nahe, dass nach einem langen, arbeitsreichen Vormittag der Hunger von Zeit zu Zeit bei einem gemeinsamen Mittagessen gestillt wurde.