Verdichten

Um die mit der Betonzusammensetzung möglichen Festbetoneigenschaften zu erreichen und den Korrosionsschutz der Bewehrung zu gewährleisten, muss bei der Verarbeitung ein geschlossenes Gefüge und eine vollständige Verdichtung erzielt werden.

Auch praktisch vollständig verdichteter Frischbeton erhält allerdings noch einen geringen Anteil an feinen Poren (1 bis 2 Vol.-% bei 32 mm Größtkorn, feinkörniger steifer Beton und Leichtbeton bis etwa 4 Vol.-%), die mit den üblichen Verdichtungsverfahren nicht ausgetrieben werden können und die nicht zu beanstanden sind.

Beim Verdichten des Betons sollen seine Bestandteile eine möglichst dichte Lagerung annehmen. Hierzu ist eine mehr oder weniger große innere Reibung zu überwinden, die von der Konsistenz des Frischbetons und von der Zähigkeit des Feinmörtels sowie von der Kornform und Oberflächenbeschaffenheit der Zuschlagkörner abhängt. Die zur Verdichtung erforderliche Verschiebung der Bestandteile kann durch Massen- kräfte, durch äußeren Druck oder beides bewirkt werden.

Übliche Verdichtungsarten sind:

  • Stochern
  • Rütteln
  • Schocken
  • Schleudern
  • Walzen

[1] Weigerl/Karl; „Beton Arten-Herstellung-Eigenschaften“; Ernst&Sohn Verlag.

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