Steinkohleflugasche

Steinkohleflugasche (s.a. anorganische Betonzusatzstoffe) sind nicht trennbare Bestandteile der Steinkohle, die in den Feuerungen von Kraftwerken zunächst erhitzt werden und dann als schnell gekühlte, überwiegend glasig erstarrte Gesteins- schmelze am Filter abgezogen werden. Ihre Anwendung im Beton wird geregelt in DIN 18999 Betontechnik Teil 1-3.

Anwendungsfälle sind z.B. Unterwasserbeton (Beton BII) ohne Frosteinwirkung und chemischen Angriff, Bohrpfahlbeton nach DIN 4014 (03/90) und Beton mit hohem Widerstand gegen Frost-/Tausalz-Beanspruchung nach DIN 1045.

Steinkohleflugasche bewirkt:

  • eine deutlich bessere Verarbeitbarkeit des Frischbetons, d.h.:

Das Pumpen wird erleichtert, der Entmischung wird entgegengewirkt, der Beton ist gut zu verdichten und verringert etwas den Wasseranspruch.

  • Die Ausblühungsneigung ist geringer
  • Die Wasserdichtheit wird verbessert
  • Das Schwinden ist etwas niedriger
  • Der Erstarrungsbeginn wird etwas hinausgezögert, die Hydrationswärme im Beton erniedrigt sich bei Austausch von Zementanteilen gegen Flugasche
  • Die Sulfatbeständigkeit verbessert sich

Steinkohleflugasche ist nicht zugelassen für Spannbeton mit sofortigem Verbund, für Einpreßmörtel und für Beton, der mit Flugaschenzement hergestellt wird.

[1] Scholz; Baustoffkenntnisse, 12. Auflage.

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