Schwerzuschlag

Für Schwerbeton sind nur Zuschläge mit hoher Rohdichte, geeignet; denn die für Schwerbeton verlangte Festbetonrohdichte von mindestens 2,8 kg/dm³ ist sonst nicht erreichbar, zumal die Rohdichte des Zementsteins und sein Anteil im Beton klein sind.

Für deutsche Verhältnisse kommen nach der bisherigen Erfahrung unter Berücksich- tigung der Gewinnungs- und Verarbeitungskosten als Schwerzuschlag in Frage:

  • Baryt (Schwerspat), als gebrochenes, aufbereitetes Gestein mit einer Rohdichte von 4,0 bis 4,3 kg/dm³
  • Eisen, als Schrott, Verarbeitungsabfälle, Schrott und Stahlsand mit einer Rohdichte bis 7,8 kg/dm³
  • Eisenerz als gebrochenes, aufbereitetes Gestein. Dazu gehören vor allem Magnetit (4,65 bis 4,80 kg/dm³), Hämatit (4,70 bis 4,90 kg/dm³), sowie die kristallwasserreichen Erze Limonit (3,50 bis 3,65 kg/dm³) und Geothit (3,50 bis 3,65 kg/dm³).

Bei Verwendung des Zuschlags für Abschirmbeton (Strahlenschutzbeton) müssen außer der hohen Rohdichte auch die besonderen Anforderungen für Strahlenschutz beachtet werden. Hierfür müssen die vom Zuschlag zu erfüllenden Stoffwerte von Bauingenieur und Physiker gemeinsam erarbeitet und gegebenenfalls erforderliche Untersuchungen in einem fachkundigen Laboratorium durchgeführt werden.

[1] Deutscher Beton-Verein e.V. „Beton-Handbuch“

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