Eine Möglichkeit zur Verdichtung von radialsymmetrischen Betonhohlkörpern, wie Rohren, Pfählen oder Masten, ist das Schleuderverfahren.
Schleuderbeton wird in rotierenden Stahlformen hergestellt. Der Durchmesser kann bis zu 3m und mehr betragen. Beim Schleudern werden spezifisch schwere Teile des plastischen bis weichen Betons durch die Fliehkraft nach außen gedrückt. Ein Teil des Überschusswassers läuft nach innen ab, und die Poren schließen sich. Hierdurch ergibt sich ein niedriger wirksamer Wasserzementwert, so dass ein dichter und hochfester Beton entsteht. Auf diese Weise ist es möglich, relativ leichte, schlanke und sehr hoch beanspruchbare Bauteile herzustellen. Allerdings kommt es zu einem schichtenartigen Aufbau. Die Grobzuschläge reichern sich außen an, während der überschüssige Feinmörtel nach innen verdrängt wird. Die Folge sind veränderliche Steifigkeiten und ein unterschiedliches Schwindverhalten über die Wanddicke. Der Abriebwiderstand an der Innenwand wird herabgesetzt.