Als Schlagfestigkeit (nach DIN 1048, Teil 5) wird die Beanspruchbarkeit des Betons durch eine Vielzahl gleicher Schläge mit vorgegebener Energie verstanden. Sie kann durch die Betonzusammensetzung und die Erhärtungsbedingung beeinflusst werden.
Bei Beanspruchung des Betons durch Schlag oder Stoß wird eine bestimmte kinetische Energie in einer extrem kurzen Zeit übertragen. Das Verhalten unter Schlagbeanspruchung hat praktische Bedeutung vor allem für Betonrammpfähle. Stoßartige Beanspruchungen treten z.B. bei Dalben und Eisenbahnschwellen auf. Eine erhebliche Verbesserung wird durch die Zugabe von Stahlfasern erreicht.
Für Beton mit hoher Schlagfestigkeit soll der Wasserzementwert möglichst bei 0,40 liegen und 0,45 nicht überschreiten. Der Abfall der Schlagfestigkeit ist bei einer Erhöhung des Wasserzementwertes von 0,40 auf 0,50 besonders hoch und viel größer als der Abfall der Druckfestigkeit oder der Spaltzugfestigkeit.
[1] Weigerl/Karl; „Beton Arten-Herstellung-Eigenschaften“; Ernst&Sohn Verlag.