Beton mit plastischer bis steifer Konsistenz (KP, KS) erfordert zur Verdichtung stärkere äußere Einwirkungen.
Die am meisten angewandte Verdichtungsart ist das Rütteln.
Der Beton wird in Schwingungen versetzt, wobei sich die innere Reibung stark vermindert. Ist die Rüttelwirkung ausreichend, so nimmt der Beton während des Rüttelns etwa die Eigenschaften einer zähen Flüssigkeit an. Er fließt unter dem Einfluss der Schwerkraft und füllt dabei Hohlräume aus. Die Zuschlagkörner führen Eigenbewegungen aus und sinken dabei im Zementleim nach unten oder steigen nach oben, je nachdem, ob ihr Gewicht größer oder kleiner ist als ihr Auftrieb. Gleichzeitig schachteln sie sich ineinander und nehmen eine dichtere Lagerung ein.
Voraussetzung für die Rüttelverdichtung ist, dass die Schüttung mit einem klebenden Zementleim- oder Feinmörtelfilm an der schwingenden Fläche haftet, weil nur so die Schwingungsausschläge voll auf den Beton übertragen werden können. Ist der Beton zu trocken, muss der Kontakt durch zusätzlichen Druck hergestellt werden. Hiervon macht man beim Rüttelstampfen gebrauch.
Gebräuchliche Rüttelarten sind:
[1] Weigerl/Karl; „Beton Arten-Herstellung-Eigenschaften“; Ernst&Sohn Verlag.