Luftporenbildner (LP) werden vorwiegend zum Erhöhen des Widerstands von Beton gegen Frost- und Tausalz-Beanspruchung angewendet.
Ihre besondere Wirkung entsteht dadurch, dass sie in den Beton eine große Anzahl sehr kleiner Luftporen (Durchmesser kleiner 0,3 mm: wirksame Luftporen) einführen. Außerdem wirken sie etwas verflüssigend. Die Luftporenbildner bestehen hauptsächlich aus wasserlöslichen Seifen bestimmter Harze und aus organisch- synthetischen Stoffen.
Die im Frischbeton durch den Luftporenbildner erzeugten Poren bleiben im Festbeton erhalten. Sie nehmen beim Gefrieren des Betons das vom Frost verdrängte Kapillarwasser zum Teil auf und bauen den sch bildenden Eiskristallisationsdruck ab. Hierdurch wird die Gefahr des Zersprengens des Betons durch den Eisdruck vermindert. Gleiches gilt für den Kristallisationsdruck von auskristallisierenden Tausalzen.
Die in den Beton eingebrachten Luftporen haben in der Regel eine Verminderung der Betonfestigkeit zur Folge, es sei denn, die verflüssigende Wirkung wird zur Herabsetzung des Wasserzementswerts ausgenutzt. Dies ist jedoch meist nur bei verhältnismäßig geringen Luftgehalten möglich. Bei Überdosierung des Luftporenbildners wird die Betondruckfestigkeit stark herabgesetzt. Durch Luftporenbildner kann die Pumpbarkeit des Betons Beeinträchtigt werden.
Die Widerstandsfähigkeit des Betons gegen chemische Angriffe wird durch Luftporenbildner nicht erhöht. Stets ist mit erhöhten Kriechen zu rechnen. Bei gleichzeitiger Verwendung von Luftporenbildner und Betonverflüssiger oder Fließmittel muss in einer kombinierten Wirksamkeitsprüfung mit beiden Produkten nachgewiesen werden, dass die Luftporenbildung trotz der im Betonverflüssiger oder Fließmittel erhaltene Entschäumer gewährleistet ist.
[1] Deutscher Beton–Verein e.V. „Beton-Handbuch“.