Kriechen

Als Kriechen werden die bleibenden und/oder zeitabhängigen Formänderungen von Beton unter Dauerlast bezeichnet. Sie sind für die statische Berechnung im Spannbetonbau von Bedeutung.

Die Kriechvorgänge werden im Wesentlichen auf Bewegung und Umlagerung von Wasser im Zementstein zurückgeführt. Der restliche Verlauf und die Größe des Kriechens sind abhängig von der Größe und Dauer der Belastung, von den Umwelt- bedingungen, dem Wasserzementwert und dem Zementsteinvolumen, von der Beton- festigkeit zum Zeitpunkt der Belastung und von den Bauteilabmessungen.

Je feuchter die Umwelt, je niedriger der Wasserzementwert, je kleiner das Zement- steinvolumen und je höher die Festigkeit sind, desto geringer fällt bei sonst gleichen Verhältnissen das Kriechen aus.

[1] „Guter Beton“ 19. Auflage Beton-Verlag GmbH

» zurück zum Lexikon