Betonherstellung

Voraussetzung für eine zielsichere und gleichmäßige Betonherstellung ist ein genaues Abmessen der Ausgangsstoffe. Dabei sind nach allgemeiner Auffassung folgende Toleranzen einzuhalten:

  • Alle Ausgangsstoffe (Zement, Zuschlag, Zugabewasser) sowie Betonzusatzmittel und Betonzusatzstoffe müssen mit einer Genauigkeit von 3% abgemessen werden
  • Der Zement muss nach Masse (Gewicht) zugegeben werden
  • Die Zuschläge sind in der Regel nach Masse (Gewicht) zuzugeben.

Das Zugabewasser kann durch Wägung oder nach Volumen, z.B. mit Hilfe von Durchflusswasserzählern, abgemessen werden.

Bei der Ermittlung der für eine Mischerfüllung benötigten Stoffmenge ist zu beachten, dass der Nenninhalt des Mischers nach DIN 459 das Fassungsvermögen an unverdichtetem Frischbeton mit weicher Konsistenz bezeichnet.

Beim Mischen werden die Ausgangsstoffe miteinander vermengt. Sie müssen nach Abschluss des Mischvorgangs möglichst gleichmäßig im Frischbeton verteilt sein. Eine Zugabe einzelner Stoffkomponenten, insbesondere von Wasser, aber auch von Zusatzmitteln, nach Verlassen des Mischers ist nicht zulässig. Dies gilt auch für werksgemischten Transportbeton, der in einem Mischerfahrzeug befördert wird. Davon ausgenommen sind nur Fließmittel, die wegen ihrer zeitlich begrenzten Wirkung unmittelbar vor dem Nachmischen und der Übergabe noch im Mischfahrzeug zugesetzt werden dürfen. Beton kann in ortsfesten anlagen oder in Mischfahrzeugen gemischt werden. Mischung von Hand kommt nur in Ausnahmefällen für Beton der unteren Festigkeitsklassen und für kleine Mengen in Frage. Bei kurzer Mischzeit und zu geringer Mischintensität werden die von der Zusammensetzung her gegebenen Möglichkeiten nicht voll ausgenutzt. Längeres und intensiveres Mischen schließt den Zementleim besser auf. Hierdurch wird der Frischbeton geschmeidiger und leichter verarbeitbar.

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